GirlsBeachcamp: Beachhandball kennt keine Winterpause
Beachhandball ist längst nicht mehr nur eine Sommersportart. Das bewies das GirlsBeachcamp der HSG Stuhr und der SG Achim/Baden, das in den Zeugnisferien 2026 stattfand und 30 Mädchen der Jahrgänge 2013 und jünger aus verschiedenen Vereinen der Handballregion Bremen-Nordsee zusammenbrachte. Ziel des Camps war es, junge Nachwuchshandballerinnen für das Spiel im Sand zu begeistern und gleichzeitig den Grundstein für eine langfristige Beachhandballförderung in der Region zu legen.
Entstanden ist die Idee ursprünglich im Rahmen einer Trainer:innenausbildung für Beachhandballtrainer:innen. Zunächst sollte lediglich ein Demoteam zusammengestellt werden, doch schnell entwickelte sich daraus eine Kooperation der beiden Vereine und ein vereinsübergreifendes Fördercamp mit talentierten Spielerinnen aus mehreren Vereinen.
Starke Partner für den Beachhandballnachwuchs
Mit dem Team WirbelSTUHRm und der HSG Stuhr unterstützte ein erfahrener Beachhandballverein das Projekt als starker Partner für den weiblichen Beachhandballnachwuchs in Niedersachsen. Auch die SG Achim/Baden hat sich in den vergangenen Jahren im Beachhandball etabliert. Zwei Siege beim HVNB-Beachturnier in Cuxhaven (weibliche E-Jugend der Jahrgänge 2014 und 2015) unterstreichen diese positive Entwicklung.
Die langfristige sportliche Förderung der Spielerinnen liegt bei der HSG Stuhr in den Händen von Mario Wittenberg und bei der SG Achim/Baden bei Maike Wiedwald, beide EHF-Level-2-Beachhandballcoaches.
„Uns geht es vor allem darum, den Mädchen früh die Freude am Beachhandball zu vermitteln und ihnen neue Bewegungs- und Spielformen zu zeigen. Man merkt, wie schnell sie sich im Sand entwickeln und wie viel Spaß sie dabei haben,“ erklärt Maike Wiedwald, Trainerin der weiblichen D-Jugend der SG Achim/Baden.
Training im Sand – auch im Winter
Da es in Bremen und im Bremer Umland bislang keine Beachhandballhalle gibt, wurde das Camp in der Beachsporthalle Hamburg durchgeführt. Neben Wiedwald und Wittenberg standen mit Magdalena Ruf und Simon Hütten zwei weitere Coaches im Sand, die ebenfalls über umfangreiche eigene Beachhandballerfahrung verfügen. Untergebracht waren die Teilnehmerinnen gemeinsam mit ihren vier Trainer:innen in der Jugendherberge an der Horner Rennbahn.
Unterstützt wurde das Camp nicht nur von den zwei Vereinen und der Handballregion, sondern auch vom Freundeskreis des Deutschen Handball e. V. (FDDH), der im Jahr 2026 einen besonderen Förderschwerpunkt auf den Beachhandball legt.
„Das Camp zeigt sehr deutlich, welches Potenzial im Mädchen-Beachhandball unserer Region steckt. Für uns als Handballregion ist es ein wichtiger Schritt, Spielerinnen- und Trainer:innenausbildung enger miteinander zu verzahnen,“ betont Mario Wittenberg, Trainer des Team WirbelSTUHRm und Leiter der Trainer:innenausbildung im Beachhandball der Handballregion Bremen-Nordsee.
Technik, Bewegung und ganz viel Spielfreude
Auf dem Programm standen typische Beachhandballtechniken wie Spinshot, Inflight und Diver-Block. Mindestens genauso wichtig war jedoch der Spaß an der Bewegung im Sand. Es wurde viel gespielt, gelacht, getanzt und auch kreative Elemente wie die „Sandraupe“ sorgten für Abwechslung und gute Stimmung.
Ein besonderes Highlight war der parallel stattfindende Trainer:innenlehrgang Beachhandball, an dem über 30 Teilnehmende aus der Handballregion Bremen-Nordsee teilnahmen. Neben einer theoretischen Einführung konnten sie einzelne Übungen direkt mit den 30 Mädchen auf zwei Beachplätzen anleiten – eine echte Win-Win-Situation für Spielerinnen und Trainer:innen.
Begeisterung zum Abschluss und der Blick nach vorn
Die Organisator:innen zeigten sich am Ende des Camps begeistert vom Leistungsniveau der Mädchen. Im abschließenden Turnier setzten die Spielerinnen die neu erlernten Techniken mutig um: Inflight-Pässe führten zu sehenswerten Toren, Spinshots wurden ausprobiert – und teilweise bereits erfolgreich geblockt.
Das Fazit fiel durchweg positiv aus: Das GirlsBeachcamp war eine rundum gelungene Veranstaltung und ein wichtiger Schritt für die zukünftige Beachhandballentwicklung in der Region. Weitere Termine in der Beachsporthalle Hamburg sind bereits geplant, bevor es mit Beginn der Sommersaison wieder in Achim, Stuhr und der gesamten Handballregion Bremen-Nordsee in den heimischen Beachsand geht.
















